Montag, 28. Juni 2010

Liberale lehnen Migrantenquote ab

Die Liberalen kritisieren den Vorschlag von Emir Ali Sag, dem Geschäftsführer des Integrationsrates, eine Migrantenquote in der Verwaltung einzuführen. “Diese Haltung zeugt von einem seltsamen Verständnis von Integration“, äußerte sich Roga Sahba Afradi, stellvertretende Kreisvorsitzende der FDP Bielefeld. Die Quote sei keine wirkliche Hilfe, sondern nur eine Scheinlösung. „Die Migranten werden in die Position des hilfsbedürftigen Opfers gedrängt“, kritisiert Afradi. Diese Opferrolle helfe aber nicht bei der Integration, sondern verhindere sie vielmehr.
„Solche Quoten diskriminieren Deutsche wie Migranten gleichermaßen“, bemängelt auch Florian Sander, FDP-Ratsmitglied und Mitglied des Integrationsrates. Gute Integrationspolitik hingegen setze auf Aufklärung und Vermittlung deutscher Sprachkompetenz. Sander: “Darin sehen wir einen Schwerpunkt unserer weiteren sozial- und jugendpolitischen Arbeit im Rat.”

Donnerstag, 13. Mai 2010

Vorwärts GenossInnen! – Die Frauenquote als Mittel zur Diskriminierung

Die Gleichberechtigung ist wunderbar! Unser Grundgesetz hat dies erkannt und die Förderung sowie die Durchsetzung der Gleichberechtigung zur Aufgabe des Staates gemacht. Doch wie? Frauen haben das Recht Schulen zu besuchen, über ihre eigene Zukunft zu entscheiden und alle Rechte, die auch ein Mann hat. Da fragt man sich als junger Mensch häufig: Wo ist das Problem? Es gibt an vielen Stellen Zweifel an der Existenz von Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Studien zeigen, dass Frauen durchschnittlich mehr als 20 % weniger Gehalt erhalten als ihre männlichen Kollegen, häufiger den Haushalt übernehmen und eher bereit sind ihre Karriere für die Kinder zu opfern als Männer. Doch sind diese durchaus realen Gegebenheiten ein Beweis für fehlende Gleichberechtigung? Kann man ernsthaft den Männern die Schuld daran geben, dass so manche Frau ihre Zeit lieber mit ihren Kindern im Park verbringt, als in langen Meetings über immer die immer gleichen Themen zu diskutieren? Ist es richtig die Männer zu verurteilen, weil sie vielfach ein ausgeprägteres Karrierebewusstsein besitzen?
Doch statt über den freien Willen von Mann und Frau zu philosophieren, widmet man sich in der Politik eher Reformen. Frauen müssen gefördert werden! Dieses hehre Ziel führt dazu, dass die politischen und moralischen Köpfe in ihrem Eifer meinen, schnellstmöglich Lösungen an den Tag bringen zu müssen. Das Resultat sind – wie so oft – Gesetze und Regelungen, die weit in das Leben der Menschen eingreifen. Das bekannteste Beispiel für den politischen erzwungenen Handlungsbedarf sind Quoten. Eine Quote – z. B. die Frauenquote – soll die gewünschte bzw. für angemessen empfundene Vertretung einer Teilgruppe in einer Gruppe bewirken.
Doch was bringt uns eine Frauenquote? Als Frau könnte man nun sagen: „Toll, ich werde bevorzugt!“ und sich darüber freuen, dass man in höhere Positionen gehievt wird. Doch langfristig braucht jeder Mensch Anerkennung für seine Leistung. Der Aufstieg in eine Position sollte diese Anerkennung leisten. Beruht er aber auf dem Geschlecht der Person, führt dies in eine Sackgasse. Denn das eigene Geschlecht ist zwar ein Merkmal, aber selten eine Eigenleistung. Wenn es jedoch zu einem Kriterium für die eigene Karriere wird, hat dies einen verzerrenden Effekt. Eine Frau kann sich plötzlich nicht mehr sicher sein, ob sie gewählt wurde, weil sie in der Vergangenheit gute Leistungen erbracht hat, oder weil sie zufällig ein X-Chromosom mehr besitzt. Die Quote entfaltet ihre erdrückende Wirkung. Frauen, die die Karriereleiter erklimmen, werden plötzlich als Quotenfrauen wahrgenommen und nicht als das, was sie vielleicht sind: kompetente Kollegen. Das schafft unnötigen Neid und Frustration. Gleichzeitig führt die Quote dazu, dass in vielen Organisationen Frauen auf Positionen gesetzt werden, für die sie noch nicht ausreichend qualifiziert sind. Und dies nur, damit die Unternehmen – wie auch insbesondere Parteien – Anschuldigungen der Frauenfeindlichkeit entgehen können. Dass diese scheinbare Frauenfreundlichkeit mehr Schaden anrichten kann, als Vorteile erbringt, wird dabei vollkommen vernachlässigt.
Doch wieso wird dennoch auf diesen Quoten beharrt? Der Grund ist simpel. Die Befürworter der Frauenquote sehen die Frauen auch heute noch in der Opferrolle. Frauen muss geholfen werden! Denn aus eigener Kraft sind sie nicht fähig das Leben im 21. Jahrhundert zu bewältigen. Das ist das Grundproblem des Ganzen. Die Frau, das Opfer. Der Mann, der Täter.
An dieser Stelle wird deutlich, dass die wahre Diskriminierung nicht durch die Männer als solches stattfindet. Vielmehr findet sie durch die Personen statt, die die Loslösung von Geschlechterrollen predigen, selber aber noch in einem Gedankengefängnis aus Klischees gefangen sind. Doch Frauen brauchen keine Quoten. Sie sind keine naturgegebenen Opfer. Mit den Quoten diskriminiert man die Frauen ebenso wie auch die Männer.
Jede Position erfordert Kompetenzen. Ein System welches diese Kompetenzen ignoriert und stattdessen nach Geschlechtsmerkmalen selektiert, ist vollkommen irrsinnig und führt nicht zu den bestmöglichen Ergebnissen. Dabei ist vollkommen irrelevant, ob das favorisierte Geschlecht männlich oder weiblich ist. Das ist auch den meisten Arbeitgebern, Wählern und Kollegen bewusst. Wieso verlassen wir uns nicht auf ihren Sachverstand, statt uns dem Allheilmittel der Quoten hinzugeben?  Besonders unsere Generation sollte sich aus den Zwängen veralteter Denkmuster befreien. Das Bild des exklusiven Gentlemen Clubs ist völlig veraltet und heute bestenfalls ein Überbleibsel elitärer Fantasien einiger Selbstdarsteller und Gernegroße.
Wir Frauen und Männer von heute sind emanzipiert genug, um auch ohne Quoten unseren Weg beschreiten zu können.
Kommentar von Sahba Afradi

Dienstag, 27. April 2010

10 Jahre Bologna-Prozess – LHG begrüßt den eingeschlagenen Weg

„Der europäische Hochschulraum gewinnt Konturen“, so kommentiert die Vorsitzende der Liberalen Hochschulgruppe an der Universität Bielefeld (LHG), Sahba Afradi, die Zusammenkunft der Wissenschaftsminister anlässlich der Bologna-Jubiläumskonferenz in Budapest und Wien. Die Zusammenkunft verdeutliche, dass der Umbau der europäischen Hochschullandschaft der richtige Weg sei, zumal mit der Aufnahme von Kasachstan als 47. Mitgliedsstaat die Bologna-Familie nach exakt 10 Jahren noch weiter wachse.
Der eingeschlagene Weg muss weiter fortgesetzt werden, auch wenn noch nicht alles rosig ist. Dazu gehört selbstverständlich auch, die Bologna-Defizite zu benennen und zu beseitigen“, so die LHG-Vorsitzende abschließend. Gemeint ist damit insbesondere die Mobilität im europäischen Hochschulraum zu erhöhen, die Studierbarkeit zu verbessern, sowie Betreuung, Beratung und Finanzierbarkeit von Studierenden zu gewährleisten.

Samstag, 17. April 2010

LHG: „Menschenhass unter dem Deckmantel der Friedenspolitik“

Die Liberale Hochschulgruppe an der Uni Bielefeld ist entsetzt über den Umgang der Antifa-AG mit dem Thema Afghanistan-Einsatz. Außen an ihrem Büro hat die AG gut sichtbar ein Plakat befestigt, welches deutsche Soldaten zeigt, die einen Sarg eskortieren, was mit der Überschrift “Die Bundeswehr auf dem richtigen Weg: Schritt zur Abrüstung – wieder einer weniger.” kommentiert wird. „Wer den Tod anderer Menschen für seine eigenen Zwecke instrumentalisiert, disqualifiziert sich für jede weitere politische Auseinandersetzung“, so die LHG-Vorsitzende Roga Sahba Afradi.
Ebenso wenig wie solche Plakate sei nach Meinung der LHG hinnehmbar, wie die Antifa-AG mit Kommilitonen umgehe, die sich darüber beschweren. „Dass Studierende, die sich über das Plakat beschweren, mit Plattitüden abgebügelt werden wie etwa der, dass die Soldaten ‚selbst schuld‘ seien, zeigt die unglaubliche Ignoranz und den Menschenhass, den diese Gruppierung hier zu pflegen scheint“, so Afradi . Der Vorgang zeige auch, dass das Interesse der Antifa-AG nicht etwa im Kampf gegen Extremismus liege, sondern im Vorantreiben diverser extremistischer politischer Ziele, die selten etwas mit Kampf gegen tatsächlichen Faschismus zu tun haben. In ihrer derzeitigen Form sei die Antifa-AG deswegen nicht weiter hinnehmbar und müsse aufgelöst werden.

Montag, 12. April 2010

Aufstockung des Hochschulpakts – Wichtiger Schritt

Die anlässlich der Zusammenkunft der Bildungsminister – von Bund und Ländern zu einer gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) – vorgelegten Ergebnisse über den Hochschulpakt 2020, werden seitens der Liberale Hochschulgruppe an der Universität Bielefeld (LHG) durchaus positiv bewertet. Die Beratungen hatten zur Folge, dass das Programm, welches bis zum Jahr 2020 hunderttausend zusätzliche Studenten an die Hochschulen bringen will, um 800 Millionen Euro aufgestockt werden soll.
„Nach dem bereits laut einer ersten Zielmarke bis zum Jahr 2010 etwa 91.000 zusätzliche Studienplätze entstehen sollten, aber tatsächlich bereits im vergangenen Jahr gut ein Zehntel mehr Studienplätze geschaffen werden konnten, ist die Aufstockung um 800 Millionen Euro ein wichtiger Schritt, welcher unter Beweis stellt, dass Bildung die Schlüsselqualifikation für dringend notwendige gesellschaftliche und wirtschaftliche Weiterentwicklung ist, wobei die Liberalen der notwendige Garant dafür sind“, so der Kommentar der LHG-Vorsitzenden, Roga Sahba Afradi, zu den Ergebnissen der Wissenschaftskonferenz.

Mittwoch, 24. März 2010

Aktuelle Situation im AStA

Liebe Liberale und Interessenten,
in den vergangenen Tagen hat eine Schlammschlacht zwischen der Juso HSG und allen anderen Hochschulgruppen begonnen. Nun auch von uns eine Erklärung dazu.
Die Jusos sind bei der letzten StuPa-Sitzung (18. März 2010) mit ihrem Misstrauensvotum gegen den aktuellen AStA-Vorsitzenden Jan Rick gescheitert. Sie konnten die Mehrheit des Studierendenparlaments (StuPa) nicht für sich gewinnen. Auch die Rücktritte und die Rücktrittserklärung der Referenten überzeugten nicht alle 29 StuPa-Mitglieder. Sie erhielten nicht die notwendigen 15 Stimmen und somit blieb Jan Rick weiterhin im Amt.
Auch die LHG lehnte den Antrag der Juso HSG geschlossen ab. Für uns waren die Vorwürfe z.T. nicht glaubwürdig. Ebenfalls sind wir der Meinung, dass die Vorgehensweise der Juso HSG alles andere als vorbildlich war. Der Großteil der StuPa-Mitglieder wurde erst zur Sitzung hin über die angeblich schon monatelang herrschenden Probleme informiert. Fast alle Rücktrittserklärungen wurden ebenfalls bei der Sitzung verteilt. Die Argumente waren z.T. unglaubwürdig oder nicht gravierend genug, um dem Antrag zuzustimmen. Vielmehr hatte man das Gefühl, dass zwischen der ghg*ol und der Juso HSG einen Kleinkrieg um die Posten im AStA herrschte. Besonders ärgerlich ist hierbei, dass der Zusammenstellung des aktuellen AStA eine monatelange Diskussion vorausgegangen war, bei der sich die beiden Hochschulgruppen scheinbar nur mit Mühe einigen konnten.
Da wir auch in Jan Seelhorst, der als neuer AStA-Vorsitzender kandidiert hatte, keinen kompetenten Vorsitzenden erkennen konnten, entschieden wir uns aus dieser Vielzahl von Gründen gegen den Misstrauensantrag und gegen den Intrigantenstadl, der von der Juso HSG initiiert wurde und nun in den aktuellen Mensa Flyern wie auch der NW fortgesetzt wird.
Wir widersprechen den Aussagen des „SchattenAStAs“, welcher versucht, mit folgenden Aussagen Stimmung gegen die LHG zu machen:
“Darüber hinaus liegt die Vermutung nahe, dass die ghg*ol ein Übereinkunft mit der LHG (Liberale Hochschulgruppe) und dem RCDS (Ring christlich demokratischer Studenten) schloss, um den Vorsitzenden, der aus der Grünen Hochschulgruppe stammt (…) weiterhin in seinem Amt zu halten.”
Wir haben keineswegs Übereinkünfte getroffen oder einen „Kuhhandel“ abgeschlossen (siehe NW 20. März 2010). Vielmehr haben wir uns bewusst gegen die Juso-HSG und ihre wiederholten Intrigen entschieden. Wir wollen eine sachliche und vernünftige Hochschulpolitik. Da die Juso HSG aber mehr Interesse an Posten hat als an der Arbeit im AStA, können wir zurzeit keinen von ihnen unterstützen. Wir hoffen, dass mit dieser Erklärung auch der Juso HSG deutlich wird, dass es keine Verschwörung gegen sie gibt. Vielmehr haben sie in einer bekannten politischen Disziplin versagt: Die Beschaffung von Mehrheiten durch gute Überzeugungsarbeit.

Mit liberalen Grüßen
Roga Sahba Afradi
Vorsitzende der LHG Bielefeld

Sonntag, 21. März 2010

Asta: Beschimpfungen, Rücktritte, Misstrauen – Antwort der LHG Bielefeld

Die Liberalen sind verwundert über die Aussagen der Juso-HSG. Die Juso-HSG hatte am vergangenen Donnerstag ein konstruktives Misstrauensvotum gegen den aktuellen AStA-Vorsitzenden Jan Rick eingeleitet. Unter anderem warf man dem Vorsitzenden einen autoritären Führungsstil vor. Kaum einer der außenstehenden Hochschulgruppen wusste bis kurz vor der Sitzung von den Gründen des Misstrauensvotums. „Die Argumente der zurückgetretenen Referenten waren alles andere als sachlich oder ernsthaft begründet“ berichtet Roga Sahba Afradi, Vorsitzende der LHG Bielefeld. „Vielmehr wurde man das Gefühl nicht los, dass es sich um reine Machtspielchen handelt“, so Afradi. Wie auch die Mehrheit der StuPa-Mitglieder lehnte die LHG das Misstrauensvotum ab. Die Liberale weiter: „Es spricht nicht für die Wahrnehmungsfähigkeit der Juso-HSG, wenn sie die Position der LHG als einen politischen Kuhhandel versteht, statt ihn als das zu sehen, was er ist: Ein Misstrauensvotum gegenüber der Juso-HSG und ihren Intrigen.”