Dienstag, 21. Februar 2012

LHG: Totalversagen der vier Landtagsabgeordneten

Die Liberale Hochschulgruppe Bielefeld bezeichnet die Pläne der Landesregierung zur Medizinerausbildung als faulen Kompromiss. „Die Landtagsabgeordneten haben die Chancen Bielefelds auf dem Altar der Parteienpolitik geopfert“, kritisiert Roga Sahba Afradi, Vorsitzende der Liberalen Hochschulgruppe.

Die Kooperationspläne seien ein geringer Trost, wenn man bedenke, welche positiven Effekte eine Medizinische Fakultät in Bielefeld gehabt hätte. Auch der drohende Ärztemangel ließe sich so nicht beheben. Nach Ansicht der liberalen Studenten sei eine ortsnahe Ärzte-Ausbildung wichtig, um eine flächendeckende Ärzteversorgung für Ostwestfalen-Lippe zu garantieren. „Wenn man die angehenden Mediziner nicht schon in der Ausbildung an die Region binden kann, wird sich der bereits bestehende Mangel weiter verstärken“, so die LHG-Vorsitzende.

Es sei zudem unverständlich, dass in Bielefeld ausgerechnet die klinischen Schwerpunkte fortentwickelt werden sollen, die an anderer Stelle wegen geringer Drittmittelrelevanz nicht angenommen werden. Afradi: „Die Bielefelder Landtagsabgeordneten ignorieren das Potenzial der Stadt und wollen uns stattdessen mit Resten abfertigen, die an anderer Stelle nicht gewollt sind. Wir brauchen eine starke Vertretung in Düsseldorf und keine Abgeordneten, die sich bereits mit faulen Äpfeln zufrieden stellen lassen“.

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