Mittwoch, 17. Juni 2009

Bildungsstreik – Nein Danke!

Die Liberale Hochschulgruppe (LHG) Bielefeld wird nicht an dem Bildungsstreik teilnehmen. Grundsätzlich unterstützten die Liberalen Forderungen nach mehr Mitteln für Forschung und Bildung. Doch die Forderungen des Bildungsstreiks gehen viel zu weit und sein oft wenig sinnvoll. “Der Grundtenor ist: Jeder darf alles so lange wie er will studieren, und zwar umsonst. Das ist völlig utopisch.”, so Roga Afradi Vorsitzende der Liberalen Hochschulgruppe. Die LHG werde sich auch weiterhin für konstruktive Lösungen und Gespräche mit allen Beteiligten aussprechen.
Der gesamte Streik sei ohnehin von Anfang an ein linkes Projekt gewesen. Die LHG-Vorsitzende stellt fest: “Eine Einladung zu Gesprächen im Vorfeld haben wir nie erhalten. Von einem Streik im Interesse aller Studierenden kann nicht die Rede sein.”
Tatsächlich gäbe es nach wie vor massive Probleme im Bildungssystem, insbesondere auch an den Hochschulen. Mehr als in den letzten dreißig Jahren finde aber zurzeit ein umfassender Reformprozess statt, der großflächig diskutiert werde und noch lange nicht beendet sei. “Durch die neue Exzellenz-Initiative gibt es rund 18 Milliarden Euro zusätzlich für die Hochschulen, das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Es ist schlicht falsch so zu tun, als würde sich nichts ändern.”
Zum bundesweiten Bündnis gehörten nicht nur Antifa- Jungdemokratinnen/Junge Linke- oder Solid-Gruppen, sondern auch zwielichtige Vereinigungen wie etwa die “Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend”, “Geblockt”, “Assoziation Marxistischer Studentinnen”, “haltsmaulnazi”, “Revolution — communist youth movement” oder eine “Widerstandsgruppe Worms-Wonnegau”.
Innerhalb des Bündnisses, welches keine Struktur und somit keine Verantwortlichen habe, beschäftigten sich einzelne Zusammenschlüsse etwa mit “Antirepression”, einer “Aktion Banküberfall” oder sammeln vorsorglich Spenden für die Rote Hilfe. “Die Rote Hilfe bspw. hat auch mit der RAF zusammengearbeitet. Nicht umsonst ist die JuSo-Bundesvorsitzende aus diesem Verein nach massivem öffentlichen Druck ausgetreten”, so Afradi.

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