Der “freie Zusammenschluss von StudentInnenschaften” tagt in Bielefeld und kaum einer bemerkt es. “Im Studierendenparlament (StuPa) wurde dies eher beiläufig angesprochen”, erzählt Gregor Spalek, Stupa-Abgeordneter der Liberalen Hochschulgruppe. Informationen zu den Kompetenzen der fzs, und wer aus welchen Gründen zum Delegierten gewählt wurde, kam nicht zur Sprache.
Der Bundesvorsitzende der Liberalen Hochschulgruppen Johannes Knewitz informierte jedoch seine liberalen Kollegen in Bielefeld und besuchte mit ihnen die Sitzung des fzs. Das Bild, welches sich den Liberalen bot, war für sie kaum zu fassen. Eigentlich sollte der fzs die Interessen aller deutschen Studierenden vertreten. Doch die meisten der Delegierten saßen vor ihren Laptops und waren eher damit beschäftigt, im Internet zu surfen als sich an den Diskussionen zu beteiligen. “Da fragt man sich, wieso die Delegierten dafür aus ganz Deutschland anreisen”, wundert sich Roga Afradi, Vorsitzende der LHG Bielefeld. Ebenfalls erstaunt sind die Liberalen darüber, dass der Verband seine eigenen Fähigkeiten völlig überschätzt. “Die Verantwortlichen müssten doch zumindest wissen, wieviele Mitglieder der Verband hat und wieviele Beiträge insgesamt gezahlt werden. Es fällt mir schwer, diesem undurchschaubaren Gremium Vertrauen entgegen zu bringen”, bemängelt Roga Afradi. Johannes Knewitz kritisiert: “Die zwanghafte Demonstration von Geschlossenheit auf der
Mitgliederversammlung wurde erlangt, indem gezielt kritische Kräfte diskreditiert wurden und weiterhin eine restriktive Informationspolitik gegenüber der Presse und vor Allem gegenüber den Studierenden an den Hochschulen gefahren wird”.
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